Nachhaltigkeit: Mehr als ein Schlagwort

G7-Gipfeltreffen in Schloss Elmau Nachhaltigkeit: Mehr als ein Schlagwort

Nachhaltigkeit ist nicht nur inhaltlich Schlüsselthema auf der G7-Agenda 2022. Sie ist auch vor Ort ein wichtiges organisatorisches Anliegen. Denn: Die Bundesregierung wird die gesamte G7-Präsidentschaft sowie das Gipfeltreffen der G7-Staats- und Regierungschefs, das vom 26. bis 28. Juni in Schloss Elmau stattfindet, nachhaltig gestalten.

Foto zeigt grüne Blätter.

Vermeiden, reduzieren, kompensieren: Nachhaltigkeit spielt für die Bundesregierung bei der Ausrichtung des G7-Gipfels eine wichtige Rolle. 

Foto: Getty Images/EyeEm

In ihrem Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit hat sich die Bundesregierung verpflichtet, eigene Veranstaltungen nachhaltig und möglichst klimaneutral zu organisieren - so auch ihre G7-Präsidentschaft. Nachhaltigkeitsstandards werden von Anfang an berücksichtigt und nicht vermeidbare Treibhausgasemissionen kompensiert.

Programm der deutschen G7-Präsidentschaft 2022: „Die Veranstaltungen der Präsidentschaft werden wir nach bewährten Nachhaltigkeitskriterien ausrichten, so dass auch Treibhausgase weitestgehend vermieden werden. Verbleibende Restemissionen werden kompensiert, die Präsidentschaft somit klimaneutral gestellt.“

Vermeiden, reduzieren, kompensieren

Mit ihren zahlreichen Veranstaltungen hinterlässt jede G7-Präsidentschaft einen CO2-Fußabdruck - unter anderem durch die An- und Abreise der Teilnehmenden, Übernachtungen, Catering oder Transport vor Ort. Um ihren G7-Vorsitz nachhaltig auszugestalten, vermeidet und reduziert die Bundesregierung diese Emissionen soweit wie möglich, etwa durch:

  • Sensibilisierung für die Nutzung der Bahn und öffentlicherer Verkehrsmittel bei der An- und Abreise - sofern sicherheitstechnisch möglich
  • Vor-Ort-Transport mit batterieelektrisch-betriebenen Fahrzeugen
  • Prüfung von Veranstaltungsstätten und Hotels auf Umweltzertifizierungen und Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards
  • größtmöglichen Rückgriff auf regionale und fair gehandelte Lebensmittel, pflanzliche Produkte und Leitungswasser
  • nachhaltige Beschaffung bzw. Wiederverwendung von Produkten
  • Konzepte zur Minimierung von Abfällen
  • Verzicht auf Kleingeschenke für anreisende Delegationen

Treibhausgasemissionen, die sich nicht vermeiden lassen, werden an anderer Stelle ausgeglichen. Die Kompensation geschieht über den Erwerb von UN-Emissionsminderungsgutschriften, mit denen qualitativ hochwertige Klimaschutzprojekte wie zum Beispiel haushaltsbiogas- und effiziente Kochofenprojekte in Entwicklungsländern finanziert werden.

Umwelt- und Naturschutz stetig im Blick

Das Gebiet um Schloss Elmau ist aus Naturschutzsicht besonders schutzbedürftig. Die Bundesregierung ist sich dessen bewusst und trifft, gemeinsam mit der bayerischen Staatsregierung, alle Vorkehrungen, um die unvermeidbaren Auswirkungen dieses internationalen Gipfeltreffens auf das unbedingt erforderliche Maß zu beschränken.

Sämtliche Planungsschritte erfolgen mit Blick auf die Belange von Natur- und Landschaftsschutz sowie in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Die Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, Eingriffe zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren.

Nachhaltigkeit in Schloss Elmau: Schloss Elmau in den bayerischen Alpen wird nicht nur den Anforderungen an Logistik und Sicherheit für ein G7-Gipfeltreffen gerecht, sondern auch den Erfordernissen der Nachhaltigkeit. Mehr über das Nachhaltigkeitskonzept in Schloss Elmau erfahren Sie hier.